Becoming alleseins
Wer bin ich? Eine Antwort auf diese Frage erhielt ich schon als Kind, zu einer Zeit, als die Frage noch gar nicht da war. Was ich in einem Moment als Nichtgetrenntsein, als Einsein mit allem erlebte, blieb für zwei Jahrzehnte ohne Sprache und unverstanden.
Ich kann sagen, dass ich weiß, wer ich bin.
Interessanter aber finde ich: Wie werde ich der, der ich bin? Und wie kann ich der bleiben, der ich bin? Diese Fragen beschäftigen mich seit drei Jahrzehnten.
Aus dem Werden heute wird eines Tages, schon morgen, Gewordensein.
Dem fühle ich mich verpflichtet.
Ich nehme Menschen, denen ich begegne, in ihrem Gewordensein wahr. So schaue ich sie an. Und lasse zu, von ihnen in dieser Weise angeschaut zu werden.
Im Leben draußen.
An meinem Arbeitsplatz nahe der Bühne eines Theaters begegnet mir Werden auf eine weitere Weise. Backstage findet es ständig statt. Jede Produktion ist einmaliges Werden. In den Proben nimmt etwas Gestalt an.
Und am Abend der Premiere schaue ich auf die im gemeinsamen Prozess gewordene Gestalt.
Auch alleseins hat seine Proben. Was mich seit Jahrzehnten beschäftigt, sucht hier Sprache und Form. Ich richte eine Bühne ein, auf der ich davon erzählen kann.
Zur Premiere lässt sich auf dieser Website eine erste Gestalt von alleseins begehen.
Und die Gestalt bleibt weiter im Werden.